10 Geheimnisse über Google, die auch Google nicht kennt

Verschwörungstheorien sind zur Zeit in Mode, erst recht, wenn es um Google geht, den Konzern, der den Algorithmus für seine Suchmaschine so geheim hält wie Coca Cola, das Rezept für seine Brause.

Einige SEO-Mythen halten sich hartnäckig, auch wenn Matt Catts und John Mueller sie tausendfach dementiert haben. Den Nährstoff dazu liefern unter anderem auch vielfach überholte Informationen aus Googles Gründerzeit oder auch historische Tipps und Empfehlungen, als noch Suchmaschinen wie Altavista, DirectHit, Excite, Fireball, Hotbot oder Lycos das Internet mit ihren Suchdiensten beflügelten.

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1. Google Analytics wirkt sich positiv auf das Ranking aus

Humbug! Tatsache ist, dass gute Platzierungen mit Matomo oder ohne Tracking-System möglich sind. Google Analytics ist aber „state of the art“ und wird auf den meisten professionellen Webseiten eingesetzt.

 

2. Google Ads sorgt für gute Platzierungen

Es gibt zumindest keine direkte Ursache-Wirkung-Beziehung. Die Logik der Verschwörungstheoretiker besagt, dass Google seine Ads-Kunden mit guten Platzierungen in den SERPs belohnt und damit Anreize setzt, bei dem Werbenetzwerk Anzeigen zu buchen. Richtig ist, dass Google Ads für Bekanntheit bei der Zielgruppe sorgen kann und Wettbewerber verdrängt werden, wenn sowohl organische als auch bezahlte Ergebnisse angezeigt werden. Die Klicks auf die Anzeigen locken Besucher an, die im günstigen Fall positive Nutzersignale hinterlassen. Die genannten Effekte können somit über Umwege zu besseren Rankings führen.

 

3. Signale aus sozialen Medien sind der Ranking-Booster

Auch Google hat mitbekommen, dass sich Likes und Shares aus sozialen Netzwerken kaufen lassen, insofern ist es töricht, anzunehmen, dass Google daraus Signale für das Ranking ermitteln würde. Allerdings ist es so, dass sich auf Facebook, Twitter & Co. passende Zielgruppen identifizieren lassen. Wenn diese wiederum auf die Website geführt werden und dort positive Nutzersignale generieren, können sich Social Media Marketing Maßnahmen somit positiv auswirken.

 

4. Kurze URLs sind besser – oder lange!

Tatsächlich kursieren beide Varianten. John Mueller, Senior Webmaster Trends Analyst des Marktführers aus Mountainview meint dazu, dass die Länge der URL komplett egal ist. Tatsache ist, dass eine gute URL-Struktur dem Nutzer hilft sich zu orientieren, wo er sich gerade auf der Website befindet. Bei der Linkvorschau aus den SERPs sowie bei Verlinkungen erhält der Nutzer Anhaltspunkte, wo es hingeht. Die passenden Keywords sollten als Hinweisgeber genutzt werden. Wichtig ist demnach nicht, wie lang die URL ist, sondern dass etwas Sinnvolles drinsteht.

 

5. Backlinks sind das Salz in der Suppe!

Tatsache ist, dass Suchmaschinenoptimierung lange Zeit am besten mit Backlinks funktionierte. Motto: viel hilft viel und am besten mit harten Keywords, seitenweiten Verlinkungen aus der Sidebar oder dem Footer! Heute stimmt der Satz so nicht mehr, denn Backlinks können auch enormen Schaden anrichten, wie viele Suchmaschinenoptimierer spätestens mit dem Penguin-Update im Mai 2013 erfahren haben. Dennoch können gute Links für zielgruppenaffinen Traffic und gute Nutzersignale sorgen.

 

6. PageRank spielt keine Rolle mehr

Der PageRank ist eine von den Google-Gründern Sergej Brin und Larry Page entwickelte Metrik, die die Stärke der externen Verlinkung einer Website anzeigt. Die Idee stammt ursprünglich aus der Soziometrie, Brin und Page verwendeten sie aber als erste als Ranking-Faktor in Suchmaschinen und meldeten den PageRank 1997 zum Patent an. Nachteil der Idee ist, dass sich Rankings auf diese Weise mit gekauften Links relativ einfach manipulieren ließen. Inzwischen ist das Patent abgelaufen und wird in seiner ursprünglichen Form schon seit 2006 nicht mehr genutzt. Google verwendet zwischenzeitlich eine neuere Version, die sowohl bei eingehenden als auch bei ausgehenden Links die Vertrauenswürdigkeit von Webseiten berücksichtigt. Die Toolbar, die seit dem Jahr 2000 mit einem Wert von 0 bis 10 die Anzahl und Stärke der Backlinks einer Website signalisierte, erhielt 2014 das letzte Update. Google gab auch bekannt, dass die Anzeige des PageRank zuletzt im Dezember 2013 aktualisiert worden sei. Intern wird die Metrik jedoch immer noch verwendet wird. Tatsache ist jedoch, dass der Konzern aus Mountain View das Geheimnis, wie genau sie in die Rankings einfließt, bestens hütet. Dankbar wäre zum Beispiel, dass Domains, die einen starke Schwankungen des Wertes aufweisen, einer näheren Betrachtung unterzogen werden.

 

7. Meta-Keywords sind wichtig

In den Anfangszeiten der Suchmaschinen war es möglich, mit den hinterlegten Meta-Keywords das Ranking zu beeinflussen, so dass manche Webmaster dort eine riesige Keyword-Halde platzierten. Die Zeiten sind – zumindest was Google angeht – definitiv vorbei.

 

8. Google bestraft Duplicate Content

Eine unmittelbare „Strafe“ für doppelte oder vielfache Inhalte gibt es nicht. Dabei ist es egal, ob es sich um interne Duplikate oder identische Inhalte auf verschiedenen Webseiten handelt. ABER: Genau wie die Nutzer keine Lust haben, zigfach die gleichen Texte zu lesen, nervt es Google, Inhalte mehrfach zu crawlen. Wenn sich doppelte Inhalte aus technischen oder redaktionellen Gründen nicht vermeiden lassen, ist die Canonical-URL das Mittel der Wahl. Diese hilft auch als Hinweis, welche der Varianten zu priorisieren ist. Für die User sollte zusätzlich ein Link zum Original gesetzt werden.

 

9. Eine Anmeldung bei Suchmaschinen ist erforderlich

Ionos schreibt dazu hier in der Description: „Um von Suchmaschinen gefunden zu werden, muss man seine Website anmelden.“ – interessanterweise steht dieser inhaltlich falsche Text nur (!) in der Description – offenbar als Clickbait für die SERPs — und nicht im sichtbaren Content der Webseite. Das ist kompletter Blödsinn, die Crawler von Google & Co. finden die Webseite früher oder später so oder so, sofern sie die technischen Voraussetzungen erfüllt. Zudem registriert Google neue URLs von Websites u.a. auch über Nameserver, die die Zuordnung von Domain-Namen zu IP-Adressen verwalten. Tatsache ist, dass das das Crawling und die Indexierung beschleunigt werden können, wenn die Website in der Google Search Console registriert und eine Sitemap hinterlegt ist.

 

10. SEO ist tot!

Solange Suchmaschinen genutzt werden, ist Suchmaschinenoptimierung sinnvoll. Tatsache ist jedoch, dass sich die Algorithmen und somit auch die Arbeit der Suchmaschinenoptimierer geändert haben. Statt Texte mittels Keyword Stuffing und gekauften Links zu pimpen, kommt spielt der Faktor Usability eine übergeordnete Rolle. Google erkennt anhand der Nutzersignale, ob eine Website bei der Zielgruppe gut ankommt und zieht seine Schlüsse daraus.

 

Fazit

Webmaster, die über gezieltes Halbwissen verfügen, können damit die Rankings ihrer Website komplett zerstören. Besser ist es, eine erfahrene SEO-Agentur zu Rate zu ziehen, die weiß, welche Faktoren für gute Rankings heute zählen.

 

 

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