Gutschein statt Paket versenden

Für Betreiber von Online Shops können sich Geschenkgutscheine als Umsatzbringer erweisen. Die Vorteile für alle Beteiligten liegen auf der Hand. Gerade wenn der Beschenkte etwas weiter weg wohnt und eine Zusammenkunft auf Grund der Entfernung nicht in Frage kommt, ist es vorzuziehen an Weihnachten oder zum Geburtstag anstelle eines Geschenkpakets einen Gutschein zu versenden.

Statt wie früher im Ladengeschäft ein Geschenk auszuwählen, dieses nach Hause zu transportieren, zu verpacken und zur Post zu tragen, kauft man heute im Webshop seinen Vertrauens einen Gutschein und verschickt diesen per E-Mail oder ausgedruckt per Brief. 

 

Kundenzufriedenheit sorgt für geringere Retourenquote

Die Coupons sind bestens geeignet, die Kundenbindung zu erhöhen und die Kundenbasis zu vergrößern, da sie sowohl beim Schenkenden als auch beim Beschenkten für Zufriedenheit sorgen. Tatsache ist nun einmal, dass der Beschenkte am besten weiß, was ihm am besten gefällt, mundet beziehungsweise passt. Da gleich das am besten passende Geschenk ausgewählt wird, reduziert sich automatisch die Retourenquote, die ein bedeutender Kostenfaktor im Onlinehandel ist. 

Gestaltung ansprechender Geschenkgutscheine und Voucher im Design des OnlineShop.

Für viele Händler ist es häufig nicht wirtschaftlich, die Retouren neu zu verpacken und so lassen sie diese gleich in die Tonne wandern. Nach Medienberichten praktiziert Amazon dies so. Kostengünstiger und umweltfreundlicher ist es, das Problem an der Wurzel zu packen und dem Kunden mittels Gutschein die Auswahl des Produkts anzubieten. Da derzeit jede sechste Online-Bestellung zurückgeschickt wird, plant das Bundesumweltministerium gar ein Gesetz, dass die Vernichtung der Retouren-Ware verbieten soll. Hier wird natürlich gestritten, ob das sinnvoll und praktikabel ist und nicht ein neues Bürokratiemonster als Hemmnis im Wettbewerb mit ausländischen Händlern entsteht.

 

 

Noch ein Vorteil: der Trick mit den krummen Preisen

Für den Online Shop Händler ergibt sich ein weiterer Vorteil, wenn der Verkaufspreis nicht mit dem Nennwert des Gutscheins übereinstimmt. Liegt der Nennwert unter dem Verkaufspreis, das kommt zum Beispiel vor, wenn das Geschenk als Zuschuss für eine größere Anschaffung gedacht ist, dann zahlt der Beschenkte den Restbetrag dazu. Ihm bleibt auch nichts anderes übrig, es sei denn er findet ein anderes, günstigeres Produkt. Im umgekehrten Fall, des Verkaufspreises unter dem Nennwert, wird er im Regelfall ein weiteres Produkt aus dem Sortiment dazu nehmen, um den Nennbetrag möglichst genau zu treffen, da die Auszahlung eines Restwerts meist nicht vorgesehen ist. Insofern kann es für den Shop-Händler vorteilhaft sein, die Produktpreise anders zu staffeln als die Preise der Gutscheine.

 

Gutschein verloren: Lotteriegewinn für den Händler

Schließlich bleibt noch die Möglichkeit, dass Gutscheine in den Nirwanas der Schreibtische und Geldbörsen auf Nimmerwiedersehen abtauchen oder im Alltagsstress in Vergessenheit geraten. Dieser Fall entspricht für den Händler einem Lotteriegewinn. Er hat das Geld kassiert und die Ware noch im Lager, die er an den nächsten Kunden verkaufen kann. Abhilfe könnte nur der Gutschein-Käufer schaffen, der sich eine Kopie durch den Shop-Betreiber ausstellen lässt. Dies ist meist nur dann möglich, wenn eine Quittung, Rechnung oder der genaue Zeitpunkt der Online Shop Abrechnung z.B. durch eine Überweisung, Kreditkartenzahlung oder durch eine Zahlungsart wie PayPal nachgewiesen werden kann.

 

Geschenkgutscheine in Online Shops implementieren

Moderne Shop-Lösungen wie Shopware, WooCommerce, Gambio, XT:commerce, Oxyd, commerce:seo oder Magento haben Geschenkgutscheine als Funktion entweder „out of the box“ implementiert oder es gibt Zusatzmodule (PlugIns), mit denen sich diese Funktion mittels weniger Klicks nachrüsten lässt. Und auch die meisten Mietshops wie plentymarkets, 1&1 oder auch Websale bieten je nach Shop- und Lizenz-Variante entsprechende Module für den Gutscheinverkauf imi Online Shop an.

 

Ohne Werbung geht nichts

Sind die Gutscheine im Angebot des Online Shop sowie im Online Shop-System eingepflegt kann es losgehen. Damit der Umsatz sprudelt ist vergleichbar wie bei Produkt die Bewerbung erforderlich. Dies kann ganz prominent auf der Webshop Startseite mittels Slider oder als Banner erfolgen. Gleichzeitig bietet sich auch der Newsletter für die Bewerbung an. Verfügt der Online Shop über eine eigene Social Media Seite in Facebook oder Instagram, so bietet sich auch hier immer wieder eine Bewerbung mittels einem Post samt Link zur Webshop-Kategorie mit Gutscheinen an.

Zusätzlich könnte der Umsatz noch über die aktive Schaltung von Social Media Anzeigenkampagnen in Form von Facebook Werbung oder Instagram Werbung verstärkt werden. Gerade zu den jährlichen Event-Highlights wie Ostern, Muttertag, Weihnachten usw. finden Gutscheine in einem Onlineshop einen reissenden Absatz, da Kunden gerade zu diesen Zeiten auf der Suche nach Geschenken sind.

Größere Webshops der bekannten Markenhersteller lassen das Gutschein-Thema ergänzend durch ihre Online Marketing Agentur betreuen, die Werbekampagnen als Google AdWords oder Google Shopping schalten. Filialisten können über die Online Werbung gleichzeitig auch noch den Gutscheinverkauf im Ladengeschäft bewerben. Somit kann auch über einen einfachen Geschenkgutschein der Kunde zu weiteren Umsätzen im Ladengeschäft animiert werden.

 

Fazit

Geschenkgutscheine haben für Onlinehändler viele Vorteile. Sie sollten ihren Kunden diese Möglichkeit auf jeden Fall anbieten und können damit ihr Potential im boomenden E-Commerce noch weiter ausschöpfen. Vor allem zu speziellen Jahreszeiten wie an Weihnachten sind der Verkauf von Geschenkgutscheinen ein echter Umsatzgarant für jeden Onlineshop. “Wir als Agentur empfehlen unseren Kunden und Shopbetreibern grundsätzlich den Verkauf von Gutscheinen, da diese auch gleichzeitig mit Retouren ein beliebtes Verkaufsinstrument sind. Ist die technische Voraussetzung nicht gegeben, sollte dies spätestens beim nächsten Onlineshop Relaunch berücksichtigt werden.”, so Christian Wiederer, Inhaber der Agentur FIVE8.

 

 

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