Optimierung der Google Sichtbarkeit

Eine bessere Sichtbarkeit in Suchmaschinen für mehr organischen Traffic bleibt auch in 2022 ein wichtiges Ziel im Online Marketing. Google hat allgemein bekannt gemacht, dass sie daran arbeiten, Webspam loszuwerden und die Webseiten mit ansprechenden und informativen Inhalten besser zu positionieren, die eine positive Benutzererfahrung bieten. Mit dem NLP-basierten Multitask Unified Model (MUM) kann Google sehr komplexe Fragestellungen beantworten, indem es Technologien aus KI und Machine Learning integriert. Es werden Texte aus 75 verschiedenen Sprachen sowie Bilder, Videos und Audiodateien einbezogen.

1. Cookieless Tracking ohne nervige Cookie-Banner

Die Nachfrage nach Online-Privatsphäre ist so hoch wie nie zuvor und wird für Benutzer auf der ganzen Welt zu einem zentralen Anliegen. Deshalb verabschieden sich große Plattformen wie Google, Microsoft, Facebook, Twitter und LinkedIn langsam von Cookies. Mit dem Auslaufen von Drittanbieter-Cookies nähern wir uns wirklich dem Ende einer Ära und das cookielose Tracking wird wichtiger denn je.  

SEO Agentur Rosenheim

Das ständige Wegklickenmüssen der Cookie-Banner nervt die User und sorgt für Rechtsunsicherheiten bei Seitenbetreibern. Traditionell verlassen sich Suchmaschinen auf Cookies, um Sitzungen und Benutzerinformationen (wie demografische Informationen, Daten für Kauf-Funnels) zu sammeln. Mit der Opt-in-Pflicht sind viele der erfassten Daten unbrauchbar, da bei vollkommen rechtskonformem Tracking nur eine kleine Minderheit der Nutzer einwilligen würde.

Beim Cookie-losen Tracking werden beispielsweise sogenannte Fingerprints des Browsers erfasst und an einen Analyseserver gesendet. Wenn dann noch ein Anbieter gewählt wird, der selber keine eigenen Interessen an den Daten hat und sie Dritten nicht zur Verfügung stellt, entfällt die Einwilligungspflicht. Demnach könnte Tracking ohne Cookies dazu beitragen, auf die nervigen Cookie-Banner zu verzichten und dennoch valide Daten erheben zu können. Ein derartiges angenehmes Nutzererlebnis dürfte sich in Kombination mit der verbesserten Informationslage für den Seitenbetreiber in positiver Weise auf die Rankings auswirken.

Solange Suchmaschinen genutzt werden, ist Suchmaschinenoptimierung sinnvoll. Tatsache ist jedoch, dass sich die Algorithmen und somit auch die Arbeit der Suchmaschinenoptimierer geändert haben. Statt Texte mittels Keyword Stuffing und gekauften Links zu pimpen, kommt spielt der Faktor Usability eine übergeordnete Rolle. Google erkennt anhand der Nutzersignale, ob eine Website bei der Zielgruppe gut ankommt und zieht seine Schlüsse daraus.

 

2. Verbesserte Seitenladezeiten

Ladezeiten sind ein Dauerthema für SEOs und Google hat zunächst für mobile Geräte die Core Web Vitals eingeführt. Die tatsächlichen Auswirkungen sind momentan noch überschaubar, aber zu erwarten ist das da noch mehr kommt. Für Desktop-Bildschirme wurden entsprechende Anpassungen in den Rankings für Februar und März 2022 angekündigt.

 

3. Nutzer im Fokus

Google versteht mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz die Suchintentionen der User immer besser und passt seinen Algorithmus ständig an. Das bedeutet, dass sich die UX noch direkter auf die Rankings auswirkt. Analysen mit A/B-Tests können dazu beitragen, die Usability zu verbessern. Barrierefreie Webseiten könnten immer wichtiger werden, weil die demografische Entwicklung und neue Features bei modernen Endgeräten dafür sorgen, dass immer mehr Nutzer mit körperlichen Einschränkungen im Netz unterwegs sind. Eine Tatsache ist, dass immer mehr Texte mittels KI produziert werden. Je nach Art der Suchanfrage erwarten die User aber mehr, so dass hochwertige Texte immer noch ein Rankingfaktor sein können. Es könnte aber noch wichtiger als bisher werden, Inhalte sauber zu strukturieren. Mit Passage Indexing hat Google eine Technik vorgestellt, mit Hilfe der künftig Inhalte aus längeren Abhandlungen in den SERP-Snippets dargestellt werden.

 

4. Interaktivität

Interaktive Erlebnisse wie Quizfragen sind eine großartige Möglichkeit, die Benutzererfahrung zu steigern und sich von Mitbewerbern abzuheben. Solche Formate sind für die Nutzer sehr einprägsam.

 

5. Bewegte Bilder

Tutorials in Form von authentischen Videos, Erklärvideos, Produktvideos oder Animationen sind anschaulicher als Textwüsten, die etwas mit Stockphotos angereichert wurden. Auch Youtube-Marketing sollte man nach wie vor auf dem Schirm haben. Man sollte wissen, dass Google dank MUM (Multitask Unified Model) lernt, auch Bilder und Videos zu interpretieren. Der Suchmaschinenriese kündigte die Einführung von zwei neuen strukturierten Daten an – Seek Markup und Clip Markup, damit Videoinhalte in den Suchergebnissen mit den Schlüsselmomenten angezeigt werden In Zukunft kann jede Plattform, die Videos hostet, von der Verwendung eines der beiden neuen strukturierten Daten-Markups profitieren. Während das Clip-Markup Google den Zeitstempel in den Videos manuell mitteilt, ist das Seek-Markup eine automatisierte Möglichkeit, dieselbe an die Google-Suche zu übermitteln. Mit einer kleinen Filmproduktion kann somit viel Bewegung in die Sichtbarkeit gebracht werden.

 

6. Aktualität

Unsere Welt dreht sich immer schneller, daher ist es wichtig, den Lesern möglichst aktuelle Inhalte zu bieten. Webmaster sollten daher Blog-Artikel von zeit zu Zeit überarbeiten und auf den neuesten Stand bringen. Frische Website-Texte oder Texte für den Onlineshop tragen als SEO Texte enorm zur Skalierung der Sichtbarkeit bei. Wer regelmäßig neue Beiträge veröffentlicht, sollte sich darum Bemühen in Google News hineinzukommen.

 

7. Mehr Evergreen-Inhalte

Es klingt zunächst wie ein Widerspruch zum vorherigen Punkt, aber auch mit Evergreen-Innhalten sind gute Rankings möglich. Das haben beispielsweise die Ranking-Zuwächse gezeigt, die diverse Online-Wörterbücher im Zuge des Google Core Update vom November 2021 erfahren haben. Übergreifend für Punkt 5 und 6 gilt die alte SEO-Weisheit „Content is king“.

 

8. Cross-Channel-Kampagnen

Der hybride Verbraucher von heute lässt sich nicht in Schablonen pressen. Umso wichtiger ist es, sich über die verschiedenen Kanäle hinweg konsistent zu präsentieren und damit Glaubwürdigkeit zu vermitteln.

 

9. Voice Search

Die Voice Search ist derzeit noch nicht richtig greifbar, auch wenn immer mehr Anfragen per Spracheingabe erfolgen. Zu erwarten ist aber, dass Google mit Hilfe von KI lernt, die Anfragen der gesprochenen Sprache besser zu verstehen und die Intentionen in den Algorithmus einfließen lässt. Webmaster könnten hier versuchen, entsprechende Sprachvarietäten in ihre Inhalte einzubringen, um sich hiermit weiter oben in den SERPs zu positionieren.

 

10. E-A-T: Expertise, Authoritativeness, and Trustworthiness

Google zeigt immer wieder auf, dass die Qualität der Inhalte für eine erfolgreiche Positionierung entscheidend ist. Anhand dieser Faktoren können Sie feststellen, ob eine Webseite über brauchbare Qualitätsinhalte verfügt. Dieses Prinzip ist derzeit besonders relevant in Geschäftsnischen, die unter das Etikett „Dein Geld, Dein Leben“(englisch: „Your money, your life“, kurz „YMYL“) fallen, wie Gesundheitswesen und Finanzen. Es darf aber vermutet werden, dass künftig weitere Themen nach diesem Prinzip betrachtet werden.

 

Fazit:
Neben viel altem Wein in neuen Schläuchen gibt es immer neue digitale Ansätze, die dafür Sorgen, dass das SEO-Jahr 2022 spannend bleibt. Nicht technisch versierte sollten sich lieber an eine professionelle SEO Agentur wenden. Diese kennt sich mit vielen weiteren Details aus, die für eine erfolgreiche Optimierung wichtig sind.