Weihnachten und die Paketbranche – dieses Jahr wird es richtig heiß

In Deutschland geht es seit Jahren um die Weihnachtszeit hoch her bei den Paketdienstleistern. Die Mengen an Paketen übertreffen das normale Aufkommen übers Jahr in nur wenigen Wochen in rauen Mengen. Der Online-Handel boomt und in diesem Jahr kommt noch eine treibende Kraft, die Corona-Pandemie, hinzu. So erwarten die Logistiker in der Weihnachtszeit 2020 noch viele Sendungen mehr, die auf dem Paketweg Produkte und Geschenke zu den Menschen bringen. Zusätzlich schalten erfolgreiche Onlineshop Werbung zu Weihnachten, um dem Geschäft nochmal einen zusätzlichen Schub zu verleihen. Zu den beliebten Trends zur Umsatzsteigerung im Onlineshop hatten wir vor kurzem berichtet, da viele Webshop-Betreiber das zusätzliche Potential gerade in diesem Jahr voll nutzen möchten.

Hermes und DPD rechnen mit 20 Prozent mehr Sendungsaufkommen. Die Deutsche Post mit DHL als Marktführer hat noch keine konkrete Prognose abgegeben. Doch auch hier wird es nicht anders aussehen. Grund genug für Dienstleister wie Online-Händler, sich in diesem Jahr besonders auf die heißeste Saison des Jahres einzustellen.
Weihnachten und die Paketbranche – dieses Jahr wird es richtig heiß. Online Marketing für den Onlineshop und Webshop ist zusätzlicher Treiber für mehr Absatz und Umsatz.

Weihnachten 2020 bringt die Paketbranche auf Trab

Laut eigener Prognosen der Paketdienstleister wird es in diesem Jahr so viele Sendungen wie nie zuvor in den Wochen vor Weihnachten geben. Hermes und DPD haben ihre Zahlen schon bekanntgegeben. Beide rechnen mit 20 Prozent mehr Paketen und Päckchen als noch im Vorjahr. Hermes nennt absolute Zahlen und geht von 120 Millionen Zustellungen im letzten Quartal 2020 aus. Das ist ein Fünftel mehr als im Jahr 2019 im gleichen Zeitraum. Auch der kleinere Dienstleister GLS erwartet, dass das Jahr 2020 zum Ende hin deutlich mehr Sendungen hervorbringen wird. Eine Sprecherin sagt: „In diesem Jahr gehen wir von einer Rekordmenge aus, welche durch höhere Online-Bestellungen getrieben sein wird“. Man rechne bei GLS mit etwa 100.000 Zustellungen mehr pro Tag. Auf welche Höhe dadurch das Gesamtvolumen steigen wird, verrät die Tochter der britischen Royal Mail nicht.

 

Corona macht die heißeste Phase im Versandhandel noch heißer

Das Weihnachtsgeschäft beginnt bei den Paketdienstleistern, genauso wie im Online-Handel, schon im Oktober. Jetzt suchen die ersten Menschen nach Geschenken für Familie und Freunde. Doch nicht nur der Hinweg der Pakete lässt die Branche boomen, auch der Retouren-Versand belebt das Geschäft. Er nimmt einige Wochen vor und in der Woche nach Weihnachten so richtig Fahrt auf.

In diesem Jahr wirkt sich aber auch noch ein anderer Umstand auf das Geschäft der Paketdienstleister aus. Schon in den letzten Monaten ist das Aufkommen durch die Corona-Pandemie deutlich gestiegen. In der Weihnachtszeit wird sich dieser Trend noch weiter nach oben steigern. Am Beispiel der DPD kann man dies gut sehen. Der Dienstleister, Tochter der französischen Post, lieferte schon im letzten Jahr pro Werktag im Dezember im Schnitt zwei Millionen Pakete nur in Deutschland aus. Das war ein Höchstwert für das Unternehmen, welcher aber in diesem Jahr schon ohne das Weihnachtsgeschäft überboten werden konnte.

2,2 Millionen Pakete fuhren die fleißigen Mitarbeiter im Mai 2020 aus. Für den kommenden Dezember rechnet die DPD mit 2,5 Millionen Paketen am Tag. Die Expresszustellungen gingen im Übrigen während der Zeit der Corona-Beschränkungen leicht zurück. Der Rückgang von ungefähr 0,5 Prozent gründet sich vor allem darin, dass Firmenkunden, die auf schnellstem Weg Ersatzteile oder wichtige Dokumente versenden, weniger dieser Aufträge hatten.

 

Paketdienstleister rüsten sich fürs Weihnachtsgeschäft

Um dieser Massen Herr zu werden, rüsten die Dienstleister in jedem Jahr um die Weihnachtszeit auf. In diesem Jahr wird die Herausforderung noch größer. Um die Sendungen auch alle zustellen zu können, stellen die Paketdienstleister auch in diesem Jahr wieder verstärkt Saisonkräfte ein und rüsten den Fuhrpark auf. Hermes will 3.500 zusätzliche Arbeitskräfte auf 3.900 Fahrzeugen täglich quer durch Deutschland schicken. Auch bei DPD ist man gerüstet. 2.000 zusätzliche Fahrzeuge und 4.000 zusätzliche MitarbeiterInnen sollen den Weihnachtsansturm bewältigen.

Fazit: Was Betreiber von Online-Shops beachten sollten

Das letzte Quartal des Jahres ist für Online-Shops ein wichtiger Umsatzgenerator. Neben Weihnachten locken noch weitere saisonale Highlights wie der Black Friday oder der Cyber-Monday. Der Ansturm ist groß, und die Kunden legen viel Wert auf schnelle Lieferzeiten. Damit alles rechtzeitig bei den Kunden ankommt, muss man als Online-Shop-Betreiber vorbereitet sein. Zum einen sollte man die Lager noch einmal kräftig füllen. Denn schon hier kann es bei Nachbestellungen zu Verzögerungen kommen. Zum anderen sollte man auf seine Versanddienstleister schauen. Wer bewältigte den Ansturm im letzten Jahr besonders gut? Auf welchen Lieferer sollte man eventuell in diesem Jahr verzichten?

Weiterhin gibt es zu bedenken, dass manche Betreiber wie DPD und Hermes ihren Firmenkunden wegen der Aufstockung des Personals und des Fuhrparks Extra-Kosten berechnen. Bei Hermes liegt der Aufpreis zum Beispiel bei 25 Cent, DPD berechnet einen „Peak-Zuschlag“ von 75 Cent pro Paket.

Und nicht zuletzt sollten Sie als Shopbetreiber Ihren Kunden gegenüber das erhöhte Versandaufkommen und die dadurch eventuell verlängerte Lieferzeit kommunizieren. Locken Sie nicht mit den üblichen 1-2 Werktagen pro Lieferung, wenn Sie abschätzen können, dass es wohl in den meisten Fällen länger dauern wird. Das macht die Kunden nur ärgerlich und möglicherweise bestellen sie gleich gar nicht mehr bei Ihnen. Offene Kommunikation mit den Kunden bringt Sie da viel weiter!

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