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Definition des Imagefilms und Abgrenzung zu Werbespots und journalistischen Dokumentationen

Ein Imagefilm kann sowohl offline als auch online eingesetzt werden und steht daher auf der Wunschliste der Marketing-Verantwortlichen ganz oben. Offline wären Messen und direkte Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Bewerbern zu nennen, in der Online-Welt neben der Website, Online Shop diverse Soziale Netzwerke und Newsletter Marketing. Er ist in der Regel deutlich länger als Werbefilm. Im Unterschied zu journalistischen Dokumentationen tritt die werbliche Absicht aber offen zu Tage, auch wenn sie nicht im Vordergrund steht. Ziel des Films ist es, ein positives Image zu erzeugen und die Markenbildung zu fördern. Im Business-Denglisch der Werbebranche sind auch die Begriffe „Corporate Movie“ oder „Corporate Video“ gang und gäbe.

 

 

Struktur des Imagefilms

Der Imagefilm sollte beim Betrachter einen nachhaltigen positiven Eindruck hinterlassen. Bewährt hat sich dabei ein gewisses Ablaufschema, das es ermöglicht, die wichtigsten Informationen in kurzweiliger und prägnanter Form zu übermitteln – unabhängig ob nur die Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung beworben werden soll.

Agentur für Imagevideo oder Imagefilm Filmproduktion in der Region Rosenheim

Der Anfang: keine Chance für einen zweiten Eindruck

Diese Regel gilt wie im richtigen Leben auch beim Imagefilm. Wir Menschen sind darauf konditioniert, gleich in den ersten Sekunden eine qualitative Einschätzung vorzunehmen, von der wir nicht so schnell wieder abrücken. Daher ist es enorm wichtig, in den ersten Bildern des Films besonders hochwertige Aufnahmen zu zeigen. Die stärksten Szenen sollte hier präsentiert werden. Eine intelligente Dramaturgie hilft dabei, die Aufmerksamkeit des Betrachters zu binden und das Interesse zu wecken, den Film weiter anzuschauen. Innerhalb der ersten dreißig Sekunden sollten die Leistungen des Unternehmens mit ihren Alleinstellungsmerkmalen präsentiert sein. Eine solchermaßen kompakte Information wissen potentielle Interessenten vom Azubi-Bewerber bis zum potentiellen Neukunden zu schätzen.

 

Der Hauptteil: authentisches Infotainment

Im Hauptteil der auch für die Länge ausschlaggebend sein sollte, dürfen durchaus Zahlen, Daten und Fakten präsentiert werden. Fachkauderwelsch ist hier fehl am Platz. Alles sollte möglichst allgemeinverständlich formuliert sein, so dass alle Zielgruppen erreicht werden. Wichtig ist authentisches Infotainment mit Aufnahmen aus dem Inneren des Unternehmens. Der Betrachter sollte die Möglichkeit haben, Menschen aus dem Unternehmen im Kurzporträt oder Interview kennenzulernen. Wir sind nun einmal soziale Wesen und suchen den visuellen Kontakt. Hier dürfen neben Inhaber und Geschäftsführer auch Mitarbeiter an der Werkbank sowie Kunden zu Wort kommen. Der Betrachter denkt sich „Das ist einer wie ich!“ und fühlt sich sofort verstanden.

 

Agentur zur Erstellung Luftaufnahme und Drohnenvideo für Imagefilm als Filmproduktion in der Region Rosenheim

 

 

 

Das Ende des Films: der Einstieg in eine Geschäftsbeziehung

Das Ende des Films sollte dazu genutzt werden, Vertrauen aufzubauen und die Basis für eine Geschäftsbeziehung zu schaffen. Ein Verweis auf die Firmenhistorie und  -größe, die Anzahl der Mitarbeiter und Standorte oder ein nettes Schlusswort mit einem Lächeln können dazu beitragen.

Beliebt sind derartige Videoclips auch im Zusammenspiel mit Social Media Marketing. Gerade Videos sind auf Social Media Plattformen wie Facebook oder Instagram ein beliebtes Medium, welches mit hoher Reichweite die Community begeistert. Deshalb bieten sich auch Videoclips in Verbindung mit Facebook Werbung oder Instagram Werbung gut an, um für eine Marke über die Sichtbarkeit und Reichweite eine erste Aufmerksamkeit zu erreichen. In Folgekampagnen können im Umfeld der am Videoclip interessierten Zielgruppe konkrete Produkte oder eine Dienstleistung beworben werden um im nächsten Schritt auf eine Landingpage der Website oder des Onlineshop zu verlinken.

 

Länge des Imagefilms

Eine exakte Antwort auf die Frage, wie lang ein Imagefilm sein soll, gibt es nicht. Meist sind es zwischen drei und zehn Minuten. Spielfilmlängen wie 90 Minuten des sonntäglichen Tatort Krimis sind ehr nicht geeignet. Die Herausforderung zeigt sich im fokussierten und komprimierten Storytelling. Deshalb sollten relevante Informationen so kompakt verpackt sein, dass auf gar keinen fall Langeweile aufkommt. Hier ist die Analogie zum fesselnden Krimi schon ehr gefragt, um Betrachter in den Bann der Marke bzw. den präsentierten Produkten zu ziehen. Und eine gewisse Attraktivität wird durch regelmässigen bis schnellen Szenenwechsel zusätzlich gegeben.

Soll aus Kostengründen das Werbebudget geschont werden, sollten einzelne Inhalte möglichst zeitlos gestaltet sein. So muss nicht für jede Detailinnovation alles über den Haufen geworfen werden. Weiterführende Informationen lassen sich in ergänzenden Printmedien, auf der Website oder im Webshop besser platzieren. Ein Firmenfilm bzw. Imagefilm sollte auch nicht alle Fragen beantworten, sondern vielmehr den Einstieg in weiteres wie ein Gespräch erleichtern.

 

Neue Informationen und interessante Perspektiven bieten

Der Grundsatz „Content is King!“ gilt auch hier. In der Kürze des Films liegt die Chance, dem Betrachter irgendetwas zu zeigen, dass er noch nicht kannte. Das können Aspekte der Firmengeschichte, spezielle Anwendungsgebiete der Produkte oder eine imposante Luftaufnahme Mittel einer fliegenden Drohne lassen sich aus der Vogelperspektive die Produktionsstraße oder der Firmenstandort in einer ganz professionellen Sichtweise darstellen. Spezialeffekte wie Zeitrafferaufnahmen, Slowmotion bzw. Zeitlupe, Vertonungen oder Animationen sind ebenfalls geeignet, neue Eindrücke zu vermitteln oder technisch komplexe Vorgänge leicht zu erläutern.

 

Agentur zur Erstellung Drohnenaufnahme und Drohnenvideo für Imagefilm als Filmproduktion in der Region Rosenheim

 

 

Humor, Politik, Religion: ja oder nein?

Humor ist nicht jedermanns Sache und auch noch kulturspezifisch. Man denke nur an das Image-Video „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ des Landes Baden-Württemberg, das zumindest am Anfang vorwiegend Spott und Häme erntete. Unterschiede zwischen Männern und Frauen sollen ebenfalls schon beobachtet worden sein! Aus diesem Grund sollte man mit Humor, geschlechtsspezifischen Anspielungen sowie Religion und Politik extrem vorsichtig sei. Die Fettnäpfchen dazu lassen nicht lange auf sich warten, daher ist es besser, sie weiträumig zu umgehen. Positive Emotionen sollen trotzdem eine Rolle spielen.

 

Zentrale Frage: ja, welche Image überhaupt?

Ein Imagefilm soll ein Image vermitteln, daher muss sich das Unternehmen aus der Deckung wagen und zeigen für welche Werte es steht. Gut, wenn die Unternehmenslenker schon einmal ein Leitbild schriftlich fixiert haben, dann wissen die Filmkreativen, woran sie sich abarbeiten sollen. Ansonsten bleiben sie zwangsläufig bei Äußerlichkeiten hängen. Das fängt mit Gottfried Keller an. „Kleider machen Leute!“ gilt auch hier. Ob aber der Business-Dreireiher mit Einstecktuch und Krawatte das Nonplusultra für alle Branchen und Zielgruppen ist, darf bezweifelt werden. Ein Handwerker, Outdoor-Reiseveranstalter oder Anbieter von Yoga-Kursen käme so zwar sehr seriös, aber doch etwas zugeknöpft und overdressed rüber. Wichtiger ist es, mit der Zielgruppe auf Augenhöhe zu kommunizieren und zu evaluieren, welche Werte im Fokus stehen. Aktuelle Buzzwords in diesem Zusammenhang sind „Authentizität“ und  „Nachhaltigkeit“. Um diese mit Leben zu füllen, dürfen die Protagonisten gerne einen Blick hinter die Fassade gestatten.

Fazit

Ein Imagefilm ist das ideale Bewegtbild Instrument, um mit den unterschiedlichsten Personen auf den unterschiedlichsten Wegen per Online Marketing und Content-Marketing über diverse Marketing-kanäle ganz gezielt ins Gespräch zu kommen. Er sollte kompakt, informativ, kurzweilig und – nicht nur aus Kostengründen – möglichst zeitlos sein. In jedem Fall ist die Erstellung eines solchen Films eine Aufgabe für Profis, die einerseits das Handwerkliche rund um die Markenkommunikation und das Storytelling, den Dreh vor Ort, Vertonung mit Geräuschen, Musik und Sprache, Animationen sowie das Cutten beherrschen – aber ebenso die möglichen Wirkungen bei den verschiedenen Zielgruppen einschätzen können.

 

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